MVV ist kein guter Partner für die Stadt Kiel

18. Mai 2015
Quelle: Stadtwerke Kiel, Fernwärmetunnel

DIE LINKE Ratsfraktion begrüßt es sehr, dass nach einem verlorenen Jahr das Hin und Her um den Neubau des Kieler Gasmotoren-Heizkraftwerk ein Ende gefunden hat.

Fraktionsvorsitzender Heinz Wieser: „Die Nachricht, dass das Kraftwerk nun endlich wie geplant gebaut werden kann, ist erst einmal eine gute Nachricht. Eine gute Nachricht für die 70.000 Haushalte, deren Fernwärmeversorgung in der Zukunft gesichert sein wird und eine gute Nachricht für die Stadt Kiel, die über ein wirtschaftliches, ökologisches und innovatives Kraftwerk verfügen wird. So erfreulich diese Aussichten auch sind, so unerfreulich und mies das Ränkespiel, das sich die MVV mit der Stadt Kiel geleistet hat“.

Die Versorgungssicherheit der Kieler Bevölkerung ist nach Ansicht der LINKEN vom Mannheimer Versorger auf das Übelste missbraucht worden, um im Einklang mit der deutschen Energiewirtschaft Druck auf die Bundesregierung auszuüben, um die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung in ihrem Sinne zu beeinflussen.

Wieser: „Das war eine sehr, sehr dreiste Charade. Die MVV agierte ein Jahr lang wie es ihr passte, bluffte und drohte, wusste sie doch, dass die Stadt Kiel keine eigenen Optionen hatte. Die haben uns ganz schön veräppelt. Das Schlimme darin ist, dass offenbar weder die Kooperation noch die CDU das mitbekommen hat. Einen Verhandlungserfolg des OBs können wir beim besten Willen nicht erkennen. Die Chance an den Besitzverhältnissen etwas zu Gunsten der Stadt zu verändern ist erst einmal vertan. Unternehmen wie die MVV sind keine vertrauenswürdigen Partner für die Öffentliche Hand. Die Daseinsvorsorge der Bevölkerung darf nicht zum Spielball von Konzerninteressen werden“.