Nichts Gutes für die Zukunft der Schwimmhalle Schilksee

15. Juni 2017
Quelle: Dieter Schütz / pixelio.de

Zu den Ausführungen des Sportdezernenten hinsichtlich der Zukunft der Schwimmhalle Schilksee erklärt der baupolitische Sprecher der Ratsfraktion DIE LINKE Joachim Balzer:

„Auch die jüngsten Äusserungen des Sportdezernenten Gerwin Stöcken lassen weiterhin keine realistische Aussage und Strategie zum nachhaltigen Erhalt der Schwimmhalle Schilksee erkennen. Der Verweis auf eine abstrakte, zukünftige Bebauung auf dem Gelände des ursprünglich vorgesehenen „Olympischen Dorfes“ und eine damit verbundene, erhoffte Fördermöglichkeit zur Sanierung der Schwimmhalle, ist nichts als Augenwischerei und soll wohl eher zur Beruhigung der längst aufgebrachten Bürgerinnen und Bürger nördlich des Kanals – insbesondere angesichts der im nächsten Frühjahr stattfindenden Kommunalwahl- dienen, denn eine sachliche Diskussionsgrundlage sein. Ein Baurecht auf der für den gediegenen Wohnungsbau ins Auge gefassten Fläche zwischen Schilksee und Strande ist nicht vorhanden und die Schaffung bei weitem nicht zu erkennen. Alleine der zeitliche Rahmen zur Änderung des F-Planes und Erstellung eines B-Planes wird Jahre in Anspruch nehmen und wird, angesichts der angrenzenden Landschaftschutzgebiete wohl nicht ohne gerichtliche Klagen vonstatten gehen. Will man hierauf mit der Sanierung der Schwimmhalle warten, ist angesichts der seit vielen Jahren bekannten Bau- und Technikschäden mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass das Bad längst untergegangen sein wird.

Will man die Schwimmhalle wirklich erhalten, müssen endlich verbindlich Nägel mit Köpfen gemacht gemacht werden. Ein realistisches Konzept zu erforderlichen und gewünschten Sanierungsmöglichkeiten und ein genau so verbindlicher Kostenrahmen muss her. Die entsprechenden Mittel müssen endlich ohne Wenn und Aber in den kommenden Haushalt eingestellt werden, so wie das auch der Schilkseeer Ortsbeirat immer wieder einfordert.

Die treuen Nutzer der Schwimmhalle: Senioren, Schülerinnen und Schüler, Sportler, Eltern mit Kleinstkindern (Babyschwimmen), Segelanfänger (Stichwort: Schwimmen lernen!), Bürgerinnen und Bürger mit Handicap und nicht zuletzt die doch so sehr umworbenen Touristen haben ein Recht darauf verbindlich zu erfahren welche Perspektive sie an diesem Ort zu erwarten haben.

Glaubt man jedoch, das Bad ist verzichtbar, dann muss auch dieses klar und deutlich gesagt werden; und zwar vor der Kommunalwahl.“