Gedenken an die Reichspogromnacht: Nie wieder Faschismus!

9. November 2018
Quelle: Stefan Rudau

Vor genau 80 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, brannten in ganz Deutschland Synagogen und jüdische Gebetshäuser. Schaufenster jüdischer Geschäfte wurden zertrümmert, Menschen jüdischen Glaubens wurden misshandelt und ermordet und ihre Wohnungen verwüstet. Auch in Kiel wurden Bürger*innen der Stadt, unterstützt von offiziellen Stellen, Opfer dieser Exzesse.

Ratsfraktion und Kreisverband der LINKEN.Kiel begrüßen und unterstützen das überfraktionelle Eintreten der Kieler Ratsversammlung gegen Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung verbunden mit dem klaren Bekenntnis zu der historischen Verantwortung, die Erinnerung an das Menschheitsverbrechen, das während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft von deutschem Boden ausging, und dessen Opfer wachzuhalten.

„Es ist die Aufgabe von uns allen, dass sich Geschichte nicht wiederholt. Angesichts des Einzugs der AfD in die Parlamente und des Erstarkens rechtsradikalen Gedankenguts bis in die Mitte unserer Gesellschaft, ist die Erinnerung an die Opfer, welche die Auswüchse solchen Geistes auch in unserer unmittelbaren Umgebung gefordert haben, von nicht zu überschätzender Wichtigkeit!“, so Fraktionsvorsitzender Stefan Rudau.

Auch DIE LINKE entzündete deshalb, als Teil des stadtweiten Gedenkens, in den Abendstunden des 9. November an den Stolpersteinen im Umfeld ihrer Landesgeschäftsstelle Windlichter als sichtbare Zeichen der Trauer und des Erinnerns.