Ersatz für Katzheide wird nicht leicht zu finden sein

3. April 2019
Quelle: Stefan Karstens

„Wir begrüßen es natürlich, dass auch die Kooperation jetzt nach Möglichkeiten sucht, mit welchen anderen Angeboten man einen wahrscheinlichen Saisonausfall 2019 im Freibad  Katzheide abmildern könnte. Aber es sollte klar sein, dass das nur ein schwacher Trost sein kann und wir uns auch über die Saison 2019 hinaus Gedanken machen müssen!“, kommentiert Ratsherr Stefan Rudau, Vorsitzender der Ratsfraktion DIE LINKE, den Antrag „Schaffung von Freizeitangeboten als Ausgleich zur Freibadsaison in Katzheide“ der Rathauskooperation.

Da die Verwaltung wegen der Sanierungsarbeiten in dem beliebten Kieler Freibad vor einer verkürzten Badesaison gewarnt hat und auch  sogar einen kompletten Ausfall nicht ausschließen konnte, hat die Kooperation jetzt einen Dringlichkeitsantrag zur heutigen Sitzung des Jugendhilfeausschusses vorgelegt. Darin wird die Verwaltung aufgefordert, ergänzende und alternative Freizeitangebote im Stadtteil zum Ausgleich für die Freibadsaison vorzulegen, auch weil Katzheide eben nicht nur eine Schwimmgelegenheit, sondern gleichzeitig eine soziale Anlaufstelle für den ganzen Stadtteil darstellt.

Sollte der kommende Sommer aber auch nur annährend an den letzten heranreichen, wird es aber sehr schwierig werden, tatsächliche Alternativen zu finden. Das Hörnbad bietet diese jedenfalls auf keinen Fall: Zu den Preisen, für die man sich im Freibad den ganzen Tag an und im Wasser aufhalten konnte, erhält man in der neuen Schwimmhalle selbst im reinen Sportbereich ohne Rutsche nur ein Zwei-Stunden-Ticket.

Ganz abgesehen davon, dass vor allem die Kombination von Schwimmen und großzügiger Liegewiese, Grillmöglichkeiten usf. Katzheide als beliebten sozialen Ostufer-Treffpunkt ausmacht. Und das kann das Hörnbad einfach nicht bieten.

Und auch in den kommenden Jahren, wird genau das Fehlen: Mit der derzeitigen Sanierung geht schließlich auch eine massive Verkleinerung des bislang so beliebten Sommerbades einher. Laut dem Portal Testberichte.de war es im vergangenen Jahr das bestbewertete Sommerbad Schleswig-Holsteins. Jetzt wird die Liegewiese ausgegliedert, der Sprungturm fällt weg und die Wasserfläche wird durch den Verlust des Nichtschwimmerbeckens drastisch verkleinert.

„Ich denke nicht, dass Katzheide nach dieser Beschneidung immer noch die gleiche Funktion im Stadtteil erfüllen kann wie früher. Da wird in Gaarden zukünftig ein ganz wichtiges Angebot fehlen. Und auch darüber sollten wir uns jetzt Gedanken machen!“, so Rudau abschließend.