Kritik an der Sitzungsführung sind an Grondke falsch adressiert

5. August 2021
Quelle: Ann Teegen

Zu den in der Kieler Nachrichten geäußerten Kritik an der Dezernentin Doris Grondke erklärt Ratsherr Stefan Rudau, Vorsitzender der Ratsfraktion DIE LINKE

„Ich finde es schlicht unanständig, Kritik an der Stadtbaurätin zu üben, während diese im Urlaub ist und keine Möglichkeiten hatte, sich schon im Vorfeld intern zu der Kritik zu äußern oder zumindest jetzt zu reagieren. Es ist viel besser mit Personen zu reden, als über sie!“

Rudau gibt außerdem zu bedenken, dass der Bauausschuss schon immer für seine Themenintensität und entsprechende Sitzungsdauer bekannt sei: „Wer mit langen, anstrengenden Sitzungen nicht klarkommt, ist vielleicht in einem anderen Fachausschuss besser aufgehoben. Bei den für Kiel oft so wichtigen Themen, die oft auch Entscheidungen über grundlegende Eingriffe und Umgestaltungen im Stadtbild beinhalten, ist eine ausführliche Erörterung im zuständigen Ausschuss einfach notwendig!“

Erst vor wenigen Monaten gab es bei den Vorgängen rund um die Möbel-Höffner-Baustelle auf dem Prüner Schlag zu Recht massive Kritik, weil die Mitglieder des Bauauschusses eben nicht rechtzeitig und umfassend unterrichtet wurden. Das passt nicht mit den aktuellen Beschwerden über zu viel und ausführliche Informationen zusammen.

„Genau das war es doch, was die Ausschussmitglieder eingefordert haben. Jetzt darüber zu jammern hat etwas von ‚Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!‘ Abgesehen davon ist nicht Frau Grondke, sondern die Vorsitzende des Ausschusses für die Leitung der Sitzungen und den Entwurf der Tagesordnung zuständig. Kritik an zu langatmigen Sitzungen müsste als an diese adressiert werden!“, so Rudau abschließend.