Weihnachtsmarkt ohne 2G-Regel ist unverantwortlich!

18. November 2021
Quelle: chriswanders from Pixabay

Die Ratsfraktion DIE LINKE kritisiert die Kieler Abweichung von der Empfehlung des Landes zur 2G-Regel auf dem Weihnachtsmarkt.

„Wenn Herr Stöcken tatsächlich glaubt, dass es funktionieren könnte, dass die Leute auf dem Kieler Weihnachtsmarkt eigenverantwortlich einen Abstand von 1,5 Metern einhalten und ihre Masken zum Essen, Trinken und Rauchen höchstens ‚kurz‘ mal abnehmen, dann hat er den Markt offenbar noch nie besucht!“, zeigt sich der Fraktionsvorsitzende Ratsherr Stefan Rudau verständnislos.

Am Mittwoch hatte die schleswig-holsteinische Landesregierung für die kommunalen Weihnachtsmärkte die Umsetzung der 2G-Regel empfohlen. Postwendend hat der Kieler Gesundheitsdezernent Gerwin Stöcken am Donnerstag angekündigt, dem in Kiel nicht folgen zu wollen. Stattdessen setzt die Kieler Verwaltungsspitze darauf, dass die Menschen eigenverantwortlich die AHA-Regeln einhalten.
Wer den Kieler Weihnachtsmarkt kennt, der weiß, dass zu den Stoßzeiten hier ein ähnliches Gedränge herrscht, wie es zuletzt auf den Bildern vom Kölner Straßenkarneval zu sehen war. 1,5 Meter Abstand sind in dieser Situation einfach unrealistisch. Hinzu kommt, dass fast an jeder zweiten Bude Essen und oder Getränke verkauft werden, so dass zu erwarten ist, dass zu jedem beliebigen Zeitpunkt der größere Teil der Besucher*innen gerade kurz mal keine Maske tragen wird. Spätestens wenn dann noch Glühwein ins Spiel kommt, ist das Hygienekonzept nur noch Makulatur.

„Das Land hatte gute Gründe, für die Weihnachtsmärkte die Umsetzung der 2G-Regel zu empfehlen. Wenn Kiel bei dem derzeitigen Infektionsgeschehen bewusst von dieser Empfehlung abweicht, ist das schlicht unverantwortlich. Unter diesen Bedingungen wird der Weihnachtsmarkt ein Superspreaderevent mit Ansage!“, warnt Rudau abschließend.